​Filesharing und Synchronisation: Sturm abgeflaut, frische Brise erwartet

Die IT-Verantwortlichen erlebten vor einigen Jahren, ausgelöst durch Dropbox & Co., einen nahezu „perfekten Sturm“. Um dem steigenden Wildwuchs beim Thema Filesharing & Synchronisation zu begegnen, wurde vielfach in unternehmenstaugliche Lösungen als Alternative zu den immer populäreren Consumer-Anwendungen investiert. Doch wie sehen die Verantwortlichen das Thema heute? Ist die Zeit reif für eine neue Generation an Filesharing-Lösungen? Und welche Relevanz haben dabei Cloud Services?

Um diesen Fragen nachzugehen, führte PAC zehn ausführliche Expertengespräche mit IT-Managern in „typischen“ mittleren und großen deutschen Unternehmen, darunter sowohl Vertreter des gehobenen Mittelstandes als auch deutsche Ableger internationaler Konzerne in unterschiedlichen Branchen. Dieses Vorgehen zahlte sich aus: Die Einschätzungen der befragten Experten liefern ein im Vergleich zu herkömmlichen empirischen Studien deutlich differenzierteres Bild – und bieten in diesem Rahmen auch einen nüchternen Blick auf die Cloud-Kontroverse hierzulande.

Die im Auftrag von Citrix Systems durchgeführte Analyse (zum Download) verdeutlicht, dass beim Thema Filesharing & Synchronisation noch erheblicher Investitionsbedarf besteht – auch wenn der Sturm mittlerweile abgeflaut ist. Trotz breitflächiger Implementierung neuer unternehmenstauglicher Lösungen wurden viele Probleme noch nicht zufriedenstellend adressiert. Zudem sind mit der steigenden Relevanz und Intensität der Zusammenarbeit sowie im Zuge neuer Sicherheits- und Compliance-Anforderungen weitere Herausforderungen hinzugekommen.

Ergo: Es besteht Bedarf an einer neuen Generation von Filesharing- & Synchronisations-Technologien. Gefragt sind Lösungen, welche die Anwender über das Teilen von Dateien hinaus auch bei deren Verwaltung und Absicherung in einer integrierten, unternehmensübergreifenden Lösung besser unterstützen.

Abzuwarten bleibt jedoch, ob sich mit der nächsten Technologie- und Lösungsgeneration das Public-Cloud-Modell hierzulande durchsetzt. Dessen Vorteile in puncto Flexibilität, Innovationsfähigkeit und Skalierbarkeit werden zwar von nahezu allen Interviewpartnern wahrgenommen. Allerdings gibt es auf Seiten der Skeptiker Bedenken in Hinblick auf Sicherheit und Kosten, die sich nicht vom Tisch wischen lassen. Gerade vor dem Hintergrund der immer strikteren Gesetzeslage – Stichpunkt Datenschutzgrundgesetz – ist die geäußerte Kritik zumindest in Teilen nachvollziehbar.

An diesem Punkt sind die Anbieter gefordert. Anstatt in weitere Überzeugungsarbeit sollte besser in innovative Angebote investiert werden, welche die Anforderungen an die nächste Lösungsgeneration und zugleich die Bedenken der Nutzer mit Blick auf die Cloud aufgreifen.

Man muss Citrix Systems – mit ShareFile selbst Anbieter einer Cloud-basierten Filesharing-Lösung – vor diesem Hintergrund zu Gute halten, dass es solch eine kritische Bestandsaufnahme vornimmt und sich so der Diskussion aktiv stellt. Mehr noch: Die im Rahmen des abschließenden Interviews mit Dirk Pfefferle, Area Vice President Europe und Geschäftsführer von Citrix Systems, skizzierte Roadmap hat durchaus Potenzial. ShareFile als „Single PAN of Glas“-Lösung (mit entsprechender Connector-Technologie) mit starker Workflow-Automatisierungs-Komponente und neuen Sicherheitselementen kann vielleicht keinen neuen Sturm entfachen, könnte aber durchaus für eine frische Brise im Filesharing- und Collaboration-Markt sorgen.