München, 15. Januar 2019: Das SAP-Portfolio verändert sich stetig, und damit auch dessen Betrieb. War das Management von SAP-Applikationen bislang stark Prozess- und Governance-getrieben, muss es mit Weiterentwicklung der digitalen Transformation nun auch die Modernisierung des Unternehmens an sich unterstützen und eine Integration mobiler Geräte, Datenanalysen, Cloud Computing und Social Media gewährleisten. Die Studie „Application Management in Europa“ gibt Einblick in den Status quo und künftige Entwicklungen im Bereich SAP Application Management. Hierfür befragte PAC im Auftrag von itelligence europaweit Führungskräfte großer Unternehmen aus dem Bereich SAP/IT.

Mit SAP in die Cloud

Am weitesten verbreitet sind nach wie vor die „älteren“ ERP-Systeme (SAP R/3, SAP ECC). Ein großer Teil der Befragten (49 %) betreibt außerdem derzeit eine SAP-CRM-Lösung. Aber auch Cloud-Applikationen sind für viele der Befragten alltäglich geworden. Eine Vielzahl (39 %) gibt an, die Cloud-Variante von SAPs neuer ERP-Suite, SAP S/4HANA, implementiert zu haben. 56 % gaben an, SAP Cloud Platform & SAP Leonardo bereits zu nutzen oder deren Einsatz zu planen. Bei SAP Analytics Cloud sind es 53%. Viele Unternehmen nutzen zudem Lösungen zur Unterstützung separater Prozesse, wie z. B. Ariba für Einkauf und Beschaffung (63 %) oder SuccessFactors für das Human Capital Management (77 %).

Komplexität als die alles dominierende Herausforderung

Für 96 % Befragten stellt die eigene SAP-Landschaft aufgrund des hohen Individualisierungsgrades und getätigter Anpassungen eine Herausforderung dar. Da ein Großteil der Unternehmen viele verschiedene Cloud-Anwendungen und Bereitstellungsmodelle parallel nutzt oder nutzen wird, hat dies zusätzlich eine komplexe Integration und Verwaltung dieser Lösungen zur Folge. Für 91 % der Befragten stellt die Komplexität hybrider IT-Landschaften eine Herausforderung dar. Solche hybriden IT-Landschaften umfassen oft Legacy-IT, Private- und Public-Cloud-Modelle sowie eigenständig betriebene und (out)gesourcte Infrastrukturen. Dies alles erfordert eine konsistente Ende-zu-Ende-Governance, Compliance und Sicherheit über eine Vielzahl von verschiedenen Anwendungen und Infrastrukturplattformen (siehe Abbildung 1).

 

Abbildung 1: Bezüglich des Managements Ihrer SAP-Systeme: Welche der folgenden Aspekte stellen eine große Herausforderung dar?

Nearshore vs. Offshore vs. Automatisierung

In den vergangenen Jahren sorgten insbesondere der Kostendruck, aber auch der Personalmangel innerhalb Europas, zu einer erhöhten Nachfrage nach Dienstleistungen aus Off- und Nearshoring-Standorten. 79 % der Studienteilnehmer gaben entsprechend an, sie würden Nearshore-Ressourcen nutzen. Offshoring wird von 69 % der Unternehmen eingesetzt. Wobei die Erfahrungen mit Nearshoring positiver zu sein scheinen: Von den Unternehmen, die Nearshore-Ressourcen einsetzen, sind 46 % überzeugt, dass dieser Anteil in den kommenden Jahren steigen wird.

Zunehmende Konkurrenz erfahren Off- und Nearshoring durch die zunehmende Automatisierung. 41 % der Teilnehmer nutzen für das Management ihrer SAP-Systeme bereits Automatisierung oder auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Technologien oder planen dies zu tun. Gleichzeitig haben 46 % Interesse am Einsatz dieser Technologien in ihrer Organisation (siehe Abbildung 2).

Abbildung 2: Werden Technologien wie z. B. Automatisierung oder künstliche Intelligenz (KI) für das Management Ihrer SAP-Systeme eingesetzt?

Neue Anforderungen an die Dienstleister

Ganze 66 % der Unternehmen bevorzugen die Einbindung eines externen Dienstleisters für allgemeine Aufgaben wie das Application Management und Hosting einer Anwendung. Allerdings haben sich die Anforderungen an das Management einer SAP-Anwendungslandschaft geändert. Der bloße Anspruch, „alles am Laufen zu halten“, wie er in der Vergangenheit für SAP-Application-Management-Dienstleistungen typisch war, wird zukünftig nicht mehr ausreichen. In der Konsequenz erhoffen sich die Kunden von den Providern ein tieferes branchenspezifisches Know-how, um eine engere Verzahnung mit dem Business zu ermöglichen.

Im Idealfall profitieren Unternehmen, die bei der Implementierung und dem Betrieb ihrer SaaS-Lösungen mit externen Anbietern zusammenarbeiten, nicht nur von deren technischen Fähigkeiten, sondern auch von ihrer Innovationsfähigkeit. Schließlich ist eine Cloud-Migration oft der Auslöser für eine Business-Transformation.

Das Studiendokument „Application Management in Europa“ steht unter www.itelligencegroup.com zum Download bereit.

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